Unser neuer 1. Vorsitzender im Interview

Holger Saß, seit April 2014 neuer 1. Vorsitzender und somit Nachfolger von Jürgen Mann, der nach 13 Jahren das Amt niederlegte, im Interview mit dem TV Hailer. Der zweifache Familienvater ist seit 2013 wieder Mitglied im TV Hailer.

 
Steckbrief:
geboren: 1948 in Oberhausen
wohnhaft: Gelnhausen (seit 1994)
Familie: verheiratet,
2 Kinder (25 und 28 Jahre)
liebt: gutes Essen
guten Wein
Urlaub
Hobbys: Fotografieren
Sport
Theater
Kabarett
Literatur
Mir ist wichtig: fairer, respektvoller Umgang miteinander

 

Herr Saß, wie sind Sie zum TV Hailer gekommen?
Wir wohnen seit 1994 in Hailer, meine Familie wurde gleich nach unserem Umzug von Kronberg Mitglied im TVH. Ein Verein bietet die beste Möglichkeit, sich schnell zu integrieren, die Menschen vor Ort kennenzulernen und dabei noch etwas für seine Gesundheit zu tun und der TV Hailer ist und bleibt hier die erste Wahl.

Nach der Umstellung, weg von der Familienmitgliedschaft, habe ich dann gekündigt, weil ich berufsbedingt auch vorher schon kaum Möglichkeiten hatte, am Sportprogramm teilzunehmen. Meine Kinder traten nach Umzug wegen Studiums und Beruf aus dem Verein aus. Einzig meine Frau ist eine treue Anhängerin von Evi´s Sportprogramm am Mittwochabend (50 Plus Damen) geblieben.


Kamen Sie vor Ihrer Mitgliedschaft bereits mit dem Verein in Kontakt?
Nein.


Was hat Sie zum Wiedereintritt in den TV Hailer bewegt?
Nachdem meine beruflichen Ambitionen in ruhigeres Fahrwasser kamen und ich Zeit fand, mehr für meine Gesundheit zu tun, habe ich mich über einen Umweg (Mitgliedschaften in örtlichen Fitnessclubs) entschlossen, aufgrund des Sportangebots wieder Mitglied im TV Hailer zu werden. Nach den aufregenden Berufsjahren fehlte mir die Möglichkeit mich zu entspannen und gleichzeitig etwas für meine körperliche Fitness zu tun. Das habe ich im Pilates- und Yoga-Kursangebot des Vereins gefunden.

Im Aufnahmeantrag fand ich dann die Frage, ob ich über die Teilnahme am Sportangebot hinaus bereit sei, dem Verein auch bei internen Aufgabenstellungen zu helfen – das habe ich bejaht. Ich bin der Meinung, dass es sehr wichtig ist, sich über die Teilnahme am Übungsbetrieb hinaus auch ehrenamtlich zu engagieren, denn ein Verein kann nur gut sein, wenn er auch gut funktioniert und da ist er auf die ehrenamtliche Hilfe seiner Mitglieder angewiesen, ansonsten kann er kein preisgünstiges und gleichzeitig hochqualifiziertes Sportprogramm aufrechterhalten.


Mit welchen Ambitionen haben Sie das Amt des 1. Vorsitzenden angetreten?
Zunächst einmal habe ich mich sehr gefreut, dass mir von den Mitgliedern und vom Vorstand das Vertrauen geschenkt wurde, diesen Traditionsverein zu führen. Dafür an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank.

Der TV Hailer ist insgesamt gut aufstellt, aber wir müssen uns frühzeitig auch für die Zukunft rüsten. Sportangebot und Vereinsstruktur sollen einem gewachsenen Wunsch nach Work-Life-Balance entsprechen und hier gibt es meines Erachtens noch Verbesserungspotential.


Welche ersten Eindrücke konnten Sie bisher sammeln? Und welche Wünsche haben sie an den Verein und seine Mitglieder?
Die Übungsleiterinnen und -leiter und einzelne Mitglieder in den Sportgruppen, die ich bisher kennengelernt habe, sind mit sehr viel Engagement und Herzblut für den Verein aktiv. Aber ein Verein braucht nicht nur ein zeitgemäßes und altersgerechtes Sportprogramm sondern dazu benötigt es auch eine funktionierende Verwaltung. Und an diesem Punkt wünsche ich mir einfach mehr Hilfe von den Mitgliedern. Viele verfügen über gute berufliche Qualifikationen, die auch für den Verein attraktiv sind. Wenn wir jetzt genügend kleine Aufgabenpakete schnüren, dann müsste es möglich sein, die Arbeit auf vielen, statt wie bisher auf wenigen Schultern zu verteilen, sodass die Zusatzbelastung für jeden einzelnen überschaubar bleibt. Das kann nur erreicht werden, wenn wir die Identifikation und Motivation mit dem Verein erhöhen. Daran arbeiten wir zurzeit intensiv.


Was verbindet Sie mit dem Verein?
Die Menschen, die sich täglich für den Verein engagieren und ein breites Sportangebot für jede Altersstufe anbieten.


Was gefällt Ihnen besonders am TV Hailer?
Die Menschen, ihre Offenheit und Hilfsbereitschaft, mich bei meiner neuen Aufgabe zu unterstützen.


Wie bereiten Sie sich auf die aufkommenden Aufgaben vor?
Zurzeit besuche ich das Vereinsmanager-Seminar des Landessportbundes Hessen. Obwohl ich aus meiner früheren Tätigkeit als Personaldirektor mit dem Managen größerer Einheiten vertraut bin, hat der Verein doch andere Gesetzmäßigkeiten. Vieles basiert auf freiwilliger Basis und neuen verschärften gesetzlichen Bestimmungen, da gibt es noch einiges zu lernen und umzusetzen. Aber die erste Woche war schon sehr spannend für mich, da ich auch 26 neue Kolleginnen und Kollegen kennengelernt habe, die hessenweit in Vereinen tätig sind und ich natürlich von deren reichem Erfahrungsschatz profitieren kann.


Nun noch ein paar privatere Fragen. Gehen Sie irgendwelchen Hobbys nach?
Schon als Kind habe ich gerne fotografiert, mit 10 Jahren habe ich meine erste Kamera bekommen. Die Konzentration auf ein Motiv – ob Mensch oder Landschaft – als Bild zu gestalten, hat etwas Herausforderndes aber zugleich auch Entspannendes. Dazu kommt neuerdings die Sportfotografie. In den 90er Jahren habe ich Katamarane gesegelt. Heute fasziniert mich das Nordic Walking und Mountainbike fahren. Theater und Literatur kommen aber auch nicht zu kurz.


Wie steht Ihre Familie zu Ihrer neuen Aufgabe?
Meine Frau kennt mich als Unruheständler. Sie akzeptiert mein Engagement. Aber ich habe auch schon darauf zu achten, dass das Familienleben nicht zu kurz kommt. Am Anfang, wo alles noch neu ist, ist das kein leichtes Unterfangen.


Was zeichnet Sie aus?
Einfache, klare Strukturen. Ich bin in der Regel gut organisiert und arbeite zielorientiert, hasse Lügen und Tricksereien. Neuen Ideen stehe ich zunächst einmal unvoreingenommen und offen gegenüber und fühle mich am wohlsten, wenn ich mit Menschen zusammen bin, die an einer gemeinsamen Sache arbeiten.


Haben Sie Vorbilder?
Nein, mit Vorbildern ist das so eine Sache, oft trifft folgender Satz auf sie zu: Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten…und Rosinenpicken liegt mir nicht.


Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, was wären diese?

  1. Bis ins hohe Alter gesund und fit zu bleiben,
  2. Dass ich mein Leben immer selbst gestalten kann,
  3. Dass ich mit meiner Frau noch eine Reise nach Neuseeland machen kann.


Was erwarten Sie für die Zukunft des Vereins?
Der TV Hailer soll weiterhin ein stabiler, gesunder Verein mit einem zeitgemäßen Sportangebot sein. Der Verein lebt und atmet, Übungsleiterinnen und -leiter kommen und gehen. Hier wollen wir rechtzeitig fördern, damit uns der Nachwuchs nicht ausgeht. Das Vereinsleben soll wieder stärker integraler Bestandteil des Familienlebens werden.


Vielen Dank für das Interview.

Termine

Fr Okt 27 @15:00 - 10:00PM
Blutspende DRK

Geschäftsstelle

 

 

 

 

 

 

 

Simone Kling

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Mo: 17.00-19.30 Uhr,
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